Schinken Omi hat mal wieder keine Kosten und Mühen gescheut und einen schönen, zeitgemäßen Full-HD-Stummfilm produziert. Inhalt: Die Top 20 aus ihrer beliebten Rubrik “Schinken Omi liest Zeitung”. Wenn die Familie zu Besuch kommt einfach den Projektor aufbauen und genießen.
Die schlimmsten Plattenhüllen der Welt #4: Scorpions „Lovedrive“
Von diesem Autounfall eines Albumcovers kann man wirklich kaum den Blick heben.
Ist das Schlimmste daran aber, dass sich die junge Evelyn Hamann dafür hergeben konnte? Oder doch eher die Tatsache, sich vorzustellen, wie viele Packungen Hubba Bubba man essen müsste, um so einen Kaugummiklumpen zu erzeugen?
Obwohl Hubba Bubba heißen ja mit dem Untertitel: „Riesenblasen klebefrei“. Eine Verheißung, die auf dieses, öh, heiße Machwerk der Hannoveraner nicht ganz zuzutreffen scheint.
Sicherlich ist Sexualität für junge Leute – und ich bin so alt, dass ich dazu sogar die Greise der Band dazuzähle – Sexualität ist keine einfache Sache.
Aber ganz so schlimm, wie dieses Bild suggeriert, hatte ich selbst Geschlechtsverkehr unterm Hakenkreuz nicht empfunden. Nein, streichen wir das. Sex unter Adenauer klingt tragbarer. Und stimmt sogar im wörtlichen Sinne.
Ihre scharfe Omi.
Jugendliche malen für Schinken Omi #5 (“Immer Ärger auf ebay”)
Sieben sehr empfehlenswerte Oma-Karnevalskostüme
1. Mrs.Doubtfire (69)
2. Norman Bates’ Mutter (tot)
3. Ute Ohoven (190?)
Die schlimmsten Plattenhüllen der Welt #3: Aura Dione “Before The Dinosaurs”
Viele Jugendliche sind schnell beleidigt, weist man ihnen nach, wie ekelhaft chauvinistisch all ihre gestörten Subkulturen letztlich auch nur sind. Die Armen. Jetzt haben sie gar nichts mehr. Daher streichelt Schinkenomi ihnen einfach mal bisschen die Turmschädel und sagt, was alle immer so gern hören: „Im Mainstream, Kinder, im Mainstream ist alles noch viel schlimmer!“ Als Beweis das Album von Aura. Dessen Cover mehrere Fragen aufwirft:
01 Haha?
02 Was hat sich die Künstlerin gedacht, als bei ihrem Fotoshoot dieses Motiv aufgerufen wurde? (Wobei: vermutlich gar nichts, denn man sieht ja letztzlich keinen Körper sondern nur eine sexualisierte Photoshop-Voreinstellung davon)
03 Soll das eigentlich ein biblisches Motiv sein? Hätte das daher nicht irgendein Ned Flanders verbieten können?
04 Aha, „Before The Dinosaurs“? Kreationismus und Evolution also vereint in diesem Cover. Sowohl orthodoxe Christen als auch Henry Rollins dürfte dieser Kompromiss nicht wirklich befriedigen.
05 Schöne Kette? Also „schön“…
06 Werden eigentlich auch noch 2050 Muschi und Busen im Werber-Mainstream weiter nur so „subtil“ angedeutet bleiben oder zeigt man folgerichtig endlich bald alles und es ist endlich Ruhe mit dieser schlüpfrigen Geilheit?
07 Und wenn wir tatsächlich alles glauben würden, was dieses Bild suggeriert, wer kann es ernsthaft für möglich halten, dass man mit so einem Streichmesser, einen Apfel schält? Geht niemals, Aura!
Beobachtete Personen #15 / Manuel Andrack
Einst auf dem Weg zum akzeptierten Medienpromi, heute publizistischer Privatier mit erratischen Projekten sowie Anhänger des Taliban-nahen Kölschen “Jefühls”-Faschismus. Willkommen in der gemütlichen Welt von Manuel Andrack.
Als ehemaliger Redaktionsleiter und späterer Partner von Harald Schmidt badete Manual Andrack einst hoch geschätzt im Streulicht seines damals noch genialischen Besitzers. Schon zu dieser Zeit speiste sich seine TV-Funktionalität getreu der klassischen Sidekick-Dramaturgie allerdings nur daraus, all das nicht zu sein, was Schmidt war: schlagfertig, mondän, cool, eine Abweichung vom absoluten Durchschnittsdeutschen.
Seit dem Schmidt-Ausstieg offenbart Andrack entsprechend kontinuierlich mehr von seinem wahren Wesen. Seine Zielgruppe verlagerte sich vom Studienanfänger THC zu Studienrat a.D.
Schuld daran dürften neben seinen Büchern über Wandern (WTF?) und Fahrten zu Bundesliga-Auswärtsspielen (Moment mal, klingt ja interessant!) des 1. FC Köln (wer?) auch erratische TV-Auftritte wie zuletzt bei “Hart aber Fair” sein. Dort tat er sich in einer Diskussionsrunde über Fast Food lediglich dadurch hervor, dass er zunächst begeistert einen Cheeseburger verspeiste, anschließend der Diskussion nichts hinzuzufügen hatte, um am Ende frisch erholt dank Nickerchen an unpassendster Stelle Titel und Erscheinungsdatum seines neuen Buches in die Kamera zu blöken. Da war Köln sicher wieder stolz auf seinen Sohn Manuel – oder, wie Schinken Omi ihn insgeheim nennt, Elton, den Älteren (a.D.).






